Programm
23/04/2018
Kulturpolitischer Nachmittag am 23. April im Oderbruch Museum Altranft

Welche Rolle können Kulturorte in ländlichen Regionen übernehmen? Diese Frage diskutieren am 23. April 2018 Expertinnen und Experten aus Kultur und Politik am Beispiel der Neuausrichtung des Oderbruch Museums Altranft.

23/04/2018
3. TRAFO-Akademie im April 2018

Unter dem Motto „Der Blick zurück nach vorn“ zieht die dritte Akademie des TRAFO-Programms eine erste Bilanz und wagt gleichzeitig den Blick in die Zukunft. Vom 23. bis 25. April 2018 treffen sich die Akteurinnen und Akteure der beteiligten TRAFO-Projekte im Oderbruch Museum Altranft.

Hintergrundtexte

Mit verschiedenen Hintergrundtexten möchten wir Einblicke in die Situation und die Rolle von Kultureinrichtungen in Klein- und Mittelstädten in ländlich geprägten Regionen geben, möchten aufzeigen, was Veränderungen bewirken können und zudem Themen beleuchten, mit denen sich kleinere Kultureinrichtungen insbesondere in ländlichen Regionen auseinandersetzen.

Kultureinrichtungen als Stichwortgeber ländlicher Räume

Die Veränderungen der Gesellschaft in ländlich geprägten Gegenden Deutschlands werden meist unter dem Begriff „Demografischer Wandel“ zusammengefasst. In Ost wie West erfordert dieser Wandel immer wieder eine Inventur von Selbstverständnis, Inhalten und Ansprache.

„Mit unkonventionellen Ideen“

„Mit unkonventionellen Ideen und einem frischen Blick das kulturelle Angebot verbessern“, so beschreibt Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, das Vorgehen der Modellregionen im Rahmen des Programms TRAFO.

Herausforderungen für einen kulturpolitischen Paradigmenwechsel

Kristina Volke, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, beschreibt, warum die größte Chance für Kulturinstitutionen außerhalb der Großstädte darin besteht, einen gesellschaftlichen Raum für Kommunikation, Interaktion und Interessenaushandlung zu schaffen – und warum sie das zugleich vor eine fast unlösbare Aufgabe stellt.

Kleine Städte, k(l)eine Zukunft?

Wie steht es um die kleinen Städte in Deutschland? Wie entwickeln sie sich, welche Probleme und Potenziale lassen sich identifizieren? Dr. Annett Steinführer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Thünen-Institut in Braunschweig, beleuchtet die Situation eines von der Forschung bisher vernachlässigten Siedlungstyps und seine Entwicklungspotentiale für die Kultur.

Zur Rolle von Kultur und Zivilgesellschaft in kleineren Städten

Kulturzentren spielen insbesondere in ländlich geprägten Regionen eine wichtige Rolle. Andreas Kämpf beschreibt, welche Funktion diese Orte übernehmen und was es braucht, dass daraus keine leblosen Mehrzweckhallen werden.

Nachhaltig lebenswerte Orte

Martin Fritz, Rektor der Stuttgarter Merz-Akademie und langjähriger Leiter des Österreichischen Festivals der Regionen, beschreibt in seinem Artikel, welche Rolle Kultur in ländlich geprägten Räumen bei der Gestaltung einer zeitgemäßen Lebensumgebung spielen kann und welche Kräfte es braucht, um nachhaltig lebenswerte Orte zu schaffen.

„Mir brauched koi Kunscht!“

Der Intendant und Mitbegründer des Theaters Lindenhof, Stefan Hallmayer, beschreibt wie Theaterarbeit in ländlichen Regionen aussehen kann, und widerspricht damit dem Klischee, dass in der Provinz nur provinzielle Kunst gemacht würde.

Erzählte Objekte. Überlegungen zur Bewahrung des materiellen Bergbauerbes im Museum

Wie es auch kleinen Bergbaumuseen gelingen kann, sich für die Zukunft zu wappnen und warum es dabei so wichtig ist, Zeitzeugen selbst zu Wort kommen zu lassen, schildert Stefan Siemer vom Deutschen Bergbau-Museum Bochum.

Dialog und Kollaboration als Grundstein für ein neues Museumsmodell

Ein Gespräch mit Nanette Snoep, Direktorin der drei Sächsischen Völkerkundemuseen in Leipzig, Dresden und Herrnhut über die Zusammenarbeit ihrer Häuser mit Künstlerinnen und Künstlern und darüber, wie sich die Museumarbeit durch diese Kooperationen verändert.