Aktuelles
20/11/2018
Seesen Jacobson-Haus
Beredte Steine – Vom Alumnat zum Jacobson-Haus

Am Dienstag, den 20. November 2018 gab es einen dialogischen Vortrag zur Geschichte des Jacobson-Hauses von Dr. Joachim Frassl und Dirk Stroschein im Bürgersaal im Jacobson-Haus zu hören. →

Das Jacobson-Haus, einst als Alumnat der Jacobsonschule erbaut und lange Jahre als Bürgerhaus von Seesener Vereinen und Gruppen genutzt, stand im Mittelpunkt eines dialogischen Vortrags von Dr. Joachim Frassl und Dirk Stroschein, der am Dienstag, den 20. November 2018 im Bürgersaal des Jacobson-Hauses stattfand. Anhand von Original-Dokumenten, Bildern und Geschichten warfen Frassl und Stroschein einen Blick hinter die Fassaden des Gebäudes.

Das Haus in der Stadtmitte Seesens ist heute das einzige Architektur-Dokument, das noch an die einstmals berühmte Jacobson-Schule erinnert. Erbaut 1889, in der Blütezeit der Schule mit mehr als 300 jüdischen und christlichen Schülern, erzählt es viel von der inzwischen 217 Jahre alten Stiftung Jacobsons. Es spiegelt die jüdische Assimilation im Deutschen Kaiserreich wider, berichtet von der Organisation der ehemaligen jüdischen Schule als „Deutsche Heimschule“ in der Zeit des Nationalsozialismus und gibt Zeugnis vom Krieg und vom Lager für Displaced Persons aus Polen. 

29/06/2018
Seesen Jacobson-Haus
Jacobson-Tage in Seesen

Anlässlich des 250. Geburtstags von Israel Jacobson feierte das Jacobson-Haus in Seesen vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 die Jacobson Tage mit einer kulturpolitischen Podiumsdiskussion und weiteren Veranstaltungen vor und im Haus. →

Anlässlich des 250. Geburtstags von Israel Jacobson feierte das Jacobson-Haus in Seesen vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 die Jacobson Tage mit einer kulturpolitischen Podiumsdiskussion und weiteren Veranstaltungen.

Zum Auftakt der Jacobson-Tage fand am Freitag, den 29. Juni, ein Festakt zur offiziellen Umbenennung des Bürgerhauses in „Jacobson-Haus“ statt. Nach einem literarischen Konzert über Israel Jacobson mit Andrea Freistein-Schade und Claudia Schaare folgte ein kulturpolitisches Podiumsgespräch zur Entwicklung von Kulturorten in kleineren Kommunen und ländlich geprägten Regionen. Seesens Bürgermeister Erik Homann diskutierte mit Vertreterinnen der Kulturstiftung des Bundes, des Niedersächsischen Kulturministeriums sowie der örtlichen Kulturszene am Beispiel der Transformation des Jacobson-Hauses, welche Rolle Kultureinrichtungen für eine Stadt übernehmen können und wie eine gute Vernetzung funktioniert.

Am Samstag, den 30. Juni, feierte dann die ganze Stadt mit der „Seesener Nacht“ auf dem Jacobson-Platz das Jacobson-Haus. Am Sonntag öffnete das Haus seine Türen und lud zum Entdecken ein. Die Vereine und Nutzerinnen des Hauses stellten ein vielfältiges Programm auf die Beine, mit dem sie ihre Arbeit präsentierten und zum Mitmachen einluden. Die Studierenden der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim (HAWK) präsentierten ihre Entwürfe zur Umgestaltung des Jacobson-Hauses.

06/02/2018
Seesen Jacobson-Haus
Neue Ideen für das Jacobson-Haus

Wie kann das Jacobson-Haus einladender und freundlicher gestaltet, und wie können mehr Menschen auf die Angebote im Haus aufmerksam gemacht werden? Mit diesen Ausgangsfragen näherten sich Studierende der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim im Wintersemester 2017/18 in einem Kooperationsprojekt dem Jacobson-Haus in Seesen. →

Wie kann das Jacobson-Haus einladender und freundlicher gestaltet, und wie können mehr Menschen auf die Angebote im Haus aufmerksam gemacht werden? Mit diesen Ausgangsfragen näherten sich Studierende der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim im Wintersemester 2017/18 in einem Kooperationsprojekt dem Jacobson-Haus in Seesen.

Ein wichtiges Thema der Entwürfe der Studierenden der Fakultät Gestaltung war die Gestaltung des Platzes vor dem Haus, der von vielen Befragten als wenig einladend empfunden wird. Eine Gruppe entwarf unter dem Motto „SeesenSehen“ eine Spiegelwand, die eine unschöne Fassade verdecken soll, sowie einen drehbaren, verspiegelten Kubus. Der Kubus soll als interaktive Installation ein Anziehungspunkt auf dem Jacobson-Platz werden. Ein weiterer Vorschlag für den Platz sind eigens designte Sitzbänke, die auch vor dem Jacobson-Haus einen Ort zum sich Aufhalten schaffen sollen. So könnte eine Verbindung zwischen drinnen und draußen geschlagen werden. Um die verschiedenen Eingänge des Jacobson-Hauses stärker hervorzuheben, schlagen die Studierenden bunte Stelen vor, die Aufmerksamkeit erregen und einladend wirken. Eine weitere Gruppe setzte sich mit der Kommunikation auseinander und erarbeitete ein einheitliches Konzept mit neuem Logo, und Corporate Design, das bereits umgesetzt wurde

Im Vorfeld setzten sich die Studierenden unter Leitung von Prof. Hans Lamb und Prof. Hartwig Gerbracht intensiv mit dem Haus, seiner Gestaltung und seinen Nutzerinnen auseinander. In zwei Workshops erforschte die Gruppe im Herbst 2017 zunächst den Ort sowie die Wünsche und Bedürfnisse der Seesener. Auf dieser Grundlage erarbeiteten sie die Gestaltungsentwürfe, die sie im Januar 2018 im Jacobson-Haus präsentierten.

Im gesamten Projektverlauf banden die Studierenden die Nutzerinnen des Jacobson-Hauses und interessierte Seesener immer wieder ein und berücksichtigten ihre Vorschläge und Kritik. So wurden beispielsweise die Entwürfe für die Sitzelemente angepasst, sodass sie den Bedürfnissen vor Ort besser entsprechen. Nun werden die Entwürfe in den entsprechenden Gremien besprochen, um zu prüfen, ob und wie sie in Zusammenarbeit mit der Hochschule umgesetzt werden können.