TRAFO 2

TRAFO 2

Faltblatt TRAFO 2

Im Dezember 2017 hat der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes entschieden, TRAFO auf weitere Regionen auszuweiten. Die Kulturministerien der Länder Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern konnten jeweils zwei Regionen für das Programm vorschlagen, die Interesse an der Transformation ihrer kulturellen Infrastruktur haben und besonders vom demografischen Wandel geprägt sind. Diese 18 Regionen erhalten nun ein Jahr lang Förderung und Unterstützung, um ein Transformationskonzept für ihre jeweilige Region zu entwickeln. Eine Jury wählt im Herbst 2019 aus diesen Konzepten bis zu fünf Regionen aus, die dann eine TRAFO-Förderung ihres Transformationsprojektes bis zum Jahr 2023 erhalten.

TRAFO fördert umfassende Transformationen der Angebote und Strukturen öffentlicher Kultureinrichtungen. Im Rahmen von TRAFO sollen ausgewählte Einrichtungen neue Ansätze erarbeiten und aufzeigen, welche Aufgaben Kultureinrichtungen in ländlichen Regionen zukünftig übernehmen können. Gleichzeitig will das Programm dazu beitragen, die Bedeutung der Kultur in der öffentlichen Wahrnehmung und bei den regionalen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern zu stärken.  Aus den bisherigen Erfahrungen in TRAFO wurden drei Handlungsfelder entwickelt. Inhaltliche Voraussetzung für eine Förderung eines Transformationsprojektes ist, dass die antragstellenden Regionen in ihren Vorhaben innovative Ansätze in allen drei Handlungsfeldern vorschlagen.

Transformation von Kultureinrichtungen
Öffentlich finanzierte Kultureinrichtungen in kleinen Städten und ländlichen Gemeinden entwickeln sich zu lebendigen Kultur und Begegnungsorten weiter. Dafür überprüfen sie ihre bestehenden Angebote, Strukturen und Arbeitsweisen, beziehen die Menschen vor Ort ein und öffnen sich für neue Kooperationen und Aufgaben. Kultureinrichtungen in größeren Städten wiederum erweitern langfristig ihren Auftrag um Angebote, die sie gemeinsam mit Akteuren in den umgebenden Regionen entwickeln, in denen es keine oder nur wenige öffentliche Kulturangebote gibt.

Allianzen
Starke Allianzen in den Regionen erhöhen den öffentlichen Zuspruch. So werden Vertreterinnen der Länderministerien, die beteiligten Landräte, Bürgermeisterinnen und Kulturakteure in die Umsetzung der Projekte einbezogen und in Projektgremien berufen. Um weitere Akteure mit einzubeziehen, werden darüber hinaus thematische Netzwerke aufgebaut und öffentliche Veranstaltungen zu kulturpolitischen und regionalen Fragen organisiert.

Künstlerische Projekte
Partizipative künstlerische Projekte eröffnen den Dialog mit der Bevölkerung und machen Zwischenergebnisse der oft langwierigen und kleinteiligen Transformationsprozesse sichtbar. Die Projekte nehmen Fragen und Themen der Region und der Bevölkerung auf und sind ergebnisoffen.