Ideenkongress

Neue Aufgaben

Donnerstag, 20. September 2018, 11:00 – 17:00 Uhr

Der gesellschaftliche Wandel verändert unsere Art zu arbeiten und zu wohnen, wie wir kommunizieren und konsumieren sowie das Verhältnis zwischen Alt und Jung – und das nicht nur in den Städten, sondern ebenso auf dem Land. All dies hat auch Auswirkungen auf die Arbeit der Kultureinrichtungen. Welche Themen und welche neuen Aufgaben kommen auf die Kultureinrichtungen auf dem Land zu? Wie müssen sie sich dafür verändern und wen braucht es dafür? Im Themenraum „Neue Aufgaben“ geht es insbesondere um die Perspektiven junger Menschen und freier Akteure, die sich seit Jahren in ländlichen Regionen engagieren und dort arbeiten. Sie berichten, mit welchen Ansätzen sie dem Wegfall öffentlicher Angebote, der Zunahme populistischer Strömungen oder dem Verlust einer gemeinsamen regionalen Identität begegnen. Gemeinsam mit dem Publikum und Vertreterinnen von Kulturverbänden wollen wir anschließend diskutieren, wie diese Ansätze auf Kultureinrichtungen zu übertragen sind und welche Ideen daraus für ländliche Kulturorte entstehen.

U. a. mit Dr. Kenneth Anders (Oderbruch Museum Altranft – Werkstatt für ländliche Kultur), Prof. Dr. Rainer Danielzyk (Leibniz Universität Hannover / Akademie für Raumforschung und Landesplanung), Almuth Fricke und Nina Lauterbach-Dannenberg (Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und Inklusion), Svenja Goy (Bildungsprojekt qube), Marc Grandmontagne (Deutscher Bühnenverein), Florian Grünhäuser (Akademie Junges Land e.V), Dimitri Hegemann und Annette Ochs (Happy Locals), Stella Hindemith (Amadeu Antonio Stiftung), Dr. Susanne Köstering (Deutscher Museumsbund), Barbara Lison und Barbara Schleihagen (Deutscher Bibliotheksverband), Benno Plassmann (Institut für Neue Soziale Plastik), Dr. Juliane Stückrad (Büro für angewandte Kulturforschung, Eisenach), Andreas Willisch (Thünen-Institut für Regionalentwicklung e.V.), Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturrat).


Die folgenden Hintergrundtexte geben vertiefte Einblicke in das Thema „Neue Aufgaben“.

Neue Aufgaben für ländliche Kulturorte

 

Der gesellschaftliche Wandel hinterlässt seine Spuren auch in den Dörfern und kleinen Städten. Im Zuge der Digitalisierung und durch neue Formen der Kommunikation verändern sich unsere Arbeitswelt und unser Privatleben. Junge Menschen verlassen ihr Zuhause und suchen in den großen Städten nach beruflichen Perspektiven. 

Bibliotheken: Ein Dritter Ort mit Zukunft

 

Was brauchen Bibliotheken auf dem Land? Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Und wo liegen ihre Chancen, gesellschaftliche Veränderungen mitzugestalten? Petra Büning vom Deutschen Bibliotheksverband über Bibliotheken als „Dritte Orte“ in den Kommunen, den Wettlauf mit der Technik und neue Verbünde vor Ort.

Theater als öffentliche Begegnungsorte

 

Die Erwartungen der Öffentlichkeit wie auch der Politik an Kultur und Kultureinrichtungen im ländlichen Raum haben sich geändert. Wie gehen die Theater mit den Zwängen und Wünschen um? Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins, erläutert die Rollen und Aufgaben der Theater kleiner Orte.

Stärkung demokratischer Kulturen

 

Viele Kultureinrichtungen in ländlichen Regionen sehen sich mit gesellschaftlichen Veränderungsprozessen konfrontiert, darunter auch mit populistischen Tendenzen. Wir haben mit Benno Plassmann vom Institut für Neue Soziale Plastik gefragt, wie die Kultureinrichtungen damit umgehen und was es braucht, um demokratische Werte zu stärken.