Programm
23/04/2018
Kulturpolitischer Nachmittag am 23. April 2018 im Oderbruch Museum Altranft

Welche Rolle können Kulturorte in ländlichen Regionen übernehmen? Wie müssen sie sich dafür weiterentwickeln? Welche Möglichkeiten ergeben sich dadurch für weitere Kulturträger der Region? Und wie lassen sich gute Erfahrungen verstetigen oder sogar auf andere Regionen übertragen? Diese Fragen diskutieren am Montag, den 23. April 2018 ab 15 Uhr Expert/innen aus Kultur und Politik am Beispiel der Neuausrichtung des Oderbruch Museums Altranft.

16/02/2018
Kulturpolitisches Kolloquium „Ein schöner Land“ der Evangelischen Akademie Loccum mit TRAFO-Beteiligung

Vom 16. bis 18. Februar 2018 findet in der Evangelischen Akademie Loccum ein Kulturpolitisches Kolloquium statt, bei dem es um die Aufgabe von Kulturpolitik und Kulturarbeit im Strukturwandel ländlicher Räume geht. Samo Darian, Leiter des Programms „Trafo – Modelle für Kultur im Wandel“, leitet eine Arbeitsgruppe, in der er TRAFO vorstellt und in der es darum geht, wie Kultur auf dem Land Kulturorte entwickeln und Infrastruktur schaffen kann.

TRAFO - Modelle für Kultur im Wandel

TRAFO steht für Transformation: Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, unterstützt in seiner ersten Förderphase von 2016 bis 2020 sechs modellhafte Transformationsvorhaben in den Regionen Oderbruch, Südniedersachsen, in der Saarpfalz und auf der Schwäbischen Alb, die exemplarisch für die Herausforderungen in ländlichen Räumen stehen. Beteiligt sind Theater, eine Stadtbibliothek, Regionalmuseen, Besucherbergwerke, ein Kulturzentrum, Musik- und Volkshochschulen sowie zwei Festivals. Ab 2018 kommen in einer zweiten Förderphase, die bis 2023 geht, weitere Regionen hinzu.

 

Im Rahmen des Programms werden Wege aufgezeigt, die zeigen, wie sich Kultureinrichtungen in kleineren Städten und ländlich geprägten Räumen als starke Akteure etablieren, die von der Bevölkerung als lebendige Kulturorte für die Kommune und die Region genutzt werden. Gemeinsam mit den Bürgern entwickeln sie das Kulturangebot für ihre Region und öffnen sich für neue Aufgaben und Kooperationen. Dabei beschreiten sie unterschiedliche Wege:

1. Sie schärfen ihr Profil, erweitern ihre Angebote und entwickeln neue Formate, um lebendige Kulturorte für ihre Stadt und die umliegende Region zu werden.

2. Verschiedene Kultureinrichtungen einer Region schließen sich in einem Verbund zusammen, um gemeinsam an Themenstellungen und Vermittlungsformaten zu arbeiten.

3. Kultureinrichtungen in mittleren und größeren Städten gehen in den ländlichen Raum und entwickeln gemeinsam mit den Akteuren und der Bevölkerung vor Ort Kulturangebote.

 

Starke Allianzen zwischen Kultur und Politik

Um diese Wege nachhaltig zu verankern, ist ein weiterer Leitgedanke von TRAFO, starke Allianzen zu bilden, um gemeinsam mit Politik, Kulturakteuren und Verwaltungen ein gemeinsames Verständnis über die Zukunft der Kultureinrichtungen in der Region zu verhandeln und zu entwickeln. Denn nur wenn sich viele Verantwortliche darauf einigen, welchen Beitrag die Kultureinrichtungen für eine positive Weiterentwicklung ihrer Regionen leisten können, erfährt die freiwillige Leistung Kultur eine langfristige finanzielle Sicherung und eine breite Unterstützung.

 

Wissensvermittlung

Neben der Förderung der Projekte ist es ein wesentliches Ziel des Programms, die Erfahrungen aus den Regionen weiterzugeben und eine Debatte darüber anzustoßen, wie sich Kultureinrichtungen in ländlich geprägten Regionen und kleineren Städten  angesichts des demografischen Wandels weiterentwickeln können und welche Allianzen dafür zwischen Kultur, Politik und Verwaltung aufgebaut werden müssen. Dafür veranstaltet TRAFO zwei Mal im Jahr eine Akademie mit allen Programmteilnehmern, organsiert Expertengespräche, informiert im Rahmen von Veranstaltungen und mit seinem mehrmals im Jahr erscheinenden Newsletter über die TRAFO-Projekte sowie ihre Transformationsprozesse und berät auch externe Kulturakteure, Vereine und Ministerien zum Thema Kultur im ländlichen Raum.

 

Künstlerische Impulse

Darüber hinaus versucht das TRAFO-Programm sich dem Bild ländlicher Räume mit künstlerischen Projekten zu nähern. Dazu zählt ein Theaterstück des Jungen Theaters Göttingen zum Demografischen Wandel, eine  Lesereihe zum Thema Landleben sowie ein Fotoprojekt, bei dem Studierende der Fachhochschule Potsdam gebeten wurden,ihre ganz persönliche Sicht auf den ländlichen Raum fotografisch festzuhalten. Ein Teil dieser Bilder wurde bei einer Werkschau im Rahmen des inter!m-Festival 2017 auf der Schwäbischen Alb gezeigt.

 

Fotoprojekt

 

Studierende des Fachbereichs Design der Fachhochschule Potsdam erkundeten von April bis Dezember 2015 fünf sehr unterschiedliche Regionen im ländlichen Raum. Sie waren geleitet von Fragen des Programms TRAFO, aber auch von Intuition, Neugier und von Empathie.

„2030 - Odyssee im Leerraum“ - Theaterprojekt

 

Das Junge Theater Göttingen hat sich im Rahmen des TRAFO-Programms auf eine Irrfahrt durch den ländlichen südniedersächsischen Raum begeben und erkundet, welchen Einfluss der Demografische Wandel auf die Politik, die Kultureinrichtungen, die Menschen und die Infrastrukturen vor Ort hat. Entstanden ist das Stück „2030 – Odyssee im Leerraum“.

„Über Land“ – Lesereihe

 

Das Landleben ist in den Medien angesichts demografischer, infrastruktureller und wirtschaftlicher Veränderungen allgegenwärtig. Der ländliche Raum als Imaginationsraum, so scheint es, hat gerade in Zeiten gesellschaftlichen Umbruchs Konjunktur.