Programm
10/11/2017
TRAFO beim KulturInvest-Kongress

Beim diesjährigen KulturInvest-Kongress in Berlin stellt Programmleiter Samo Darian am 10. November 2017 das Programm TRAFO vor.

05/10/2017
Expertengespräch zum Thema Netzwerkstellen für Kultur in ländlichen Räumen

Am 5. Oktober 2017 findet im Rahmen des TRAFO-Programms ein Expertengespräch zum Thema Netzwerkstellen für Kultur in ländlichen Räumen statt. Ziel ist es, in der Veranstaltung ein klareres Bild davon zu bekommen wie eine solche Netzwerkstelle zur Stärkung kultureller Einrichtungen und Angebote im ländlichen Raum beitragen kann und welche Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen, damit Netzwerkstellen die an sie gestellten Anforderungen leisten können.

Hintergrund

Angesicht des demografischen Wandels stehen viele Kultureinrichtungen in ländlichen Regionen und kleineren Städten vor der Frage, wie sie trotz knapper Kassen ein interessantes und innovatives Kulturangebot unterbreiten können, das die Menschen vor Ort anzieht und zum Mitmachen anregt. Dabei ist der Demografische Wandel, der allgemein mit den Schlagworten älter, weniger, bunter bezeichnet wird, nicht nur ein gesellschaftliches Phänomen, sondern eines, dass sich konkret in den Institutionen niederschlägt. Mit verschiedenen Hintergrundtexten möchten wir Einblicke in das Phänomen des Demografischen Wandels für den Kulturbereich geben, möchten aufzeigen, was Veränderungen bewirken können und zudem Themen beleuchten, mit denen sich Kultureinrichtungen insbesondere in ländlichen und strukturschwachen Regionen auseinandersetzen.

Kultureinrichtungen als Stichwortgeber ländlicher Räume

Viele ländliche Regionen leiden unter Abwanderung und Überalterung. Wegen wirtschaftlicher Strukturveränderungen und sinkender Einwohnerzahlen fehlen kleineren Kommunen oftmals Einnahmen. Als freiwillige Aufgabe der Gemeinden stehen vor allem Kultureinrichtungen zur Disposition.

„Mit unkonventionellen Ideen“

„Mit unkonventionellen Ideen und einem frischen Blick das kulturelle Angebot verbessern“, so beschreibt Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, das Vorgehen der Modellregionen im Rahmen des Programms TRAFO.

Herausforderungen für einen kulturpolitischen Paradigmenwechsel

Kristina Volke, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, beschreibt, warum die größte Chance für Kulturinstitutionen außerhalb der Großstädte darin besteht, einen gesellschaftlichen Raum für Kommunikation, Interaktion und Interessenaushandlung zu schaffen – und warum sie das zugleich vor eine fast unlösbare Aufgabe stellt.

Kleine Städte, k(l)eine Zukunft?

Wie steht es um die kleinen Städte in Deutschland? Wie entwickeln sie sich, welche Probleme und Potenziale lassen sich identifizieren? Dr. Annett Steinführer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Thünen-Institut in Braunschweig, beleuchtet die Situation eines von der Forschung bisher vernachlässigten Siedlungstyps und seine Entwicklungspotentiale für die Kultur.

Zur Rolle von Kultur und Zivilgesellschaft in kleineren Städten

Kulturzentren spielen insbesondere in ländlich geprägten Regionen eine wichtige Rolle. Andreas Kämpf beschreibt, welche Funktion diese Orte übernehmen und was es braucht, dass daraus keine leblosen Mehrzweckhallen werden.

Nachhaltig lebenswerte Orte

Martin Fritz, Rektor der Stuttgarter Merz-Akademie und langjähriger Leiter des Österreichischen Festivals der Regionen, beschreibt in seinem Artikel, welche Rolle Kultur in ländlich geprägten Räumen bei der Gestaltung einer zeitgemäßen Lebensumgebung spielen kann und welche Kräfte es braucht, um nachhaltig lebenswerte Orte zu schaffen.

„Mir brauched koi Kunscht!“

Der Intendant und Mitbegründer des Theaters Lindenhof, Stefan Hallmayer, beschreibt wie Theaterarbeit in ländlichen Regionen aussehen kann, und widerspricht damit dem Klischee, dass in der Provinz nur provinzielle Kunst gemacht würde.