Programm
10/11/2017
TRAFO beim KulturInvest-Kongress

Beim diesjährigen KulturInvest-Kongress in Berlin stellt Programmleiter Samo Darian am 10. November 2017 das Programm TRAFO vor.

14/06/2017
TRAFO auf der Tagung der Landesfachstelle für Archive und Öffentliche Bibliotheken

Am 14. Juni 2017 hat Programmleiter Samo Darian einen Fachvortrag auf der Tagung der Landesfachstelle für Archive und Öffentliche Bibliotheken Brandenburg gehalten, in dem er TRAFO vorstellte.

08/06/2017
Workshop zum Artist-in-Residence-Programm des Umweltbundesamts mit TRAFO

Samo Darian, Leiter des Programms TRAFO, war einer der Teilnehmer des Auftaktworkshops des neuen Artist-in-Residence-Programms „Neue Ansichten“ des Umweltbundesamtes auf der Insel Vilm bei Rügen. Er sprach dort über TRAFO und die Wirksamkeit künstlerischer Interventionen.

TRAFO - Modelle für Kultur im Wandel

Wie lassen sich Kultureinrichtungen in kleineren Städten und ländlichen Räumen so weiterentwickeln, dass sie als zentrale Kultur- und Begegnungsorte genutzt werden? Und wie können sie attraktive mobile Kulturangebote für die umliegenden ländlichen Räume gestalten, um den Themen und Interessen der Menschen vor Ort gerecht zu werden?

Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, unterstützt von 2016 bis 2020 sechs modellhafte Transformationsvorhaben in den Regionen Oderbruch, Südniedersachsen, in der Saarpfalz und auf der Schwäbischen Alb, die exemplarisch für die Herausforderungen in ländlichen Räumen stehen. Beteiligt sind Theater, eine Stadtbibliothek, Regional- und Freilichtmuseen, Besucherbergwerke, ein Kulturzentrum, Musik- und Volkshochschulen sowie zwei Festivals. Die beteiligten lokalen und regionalen Kultureinrichtungen übernehmen verstärkt Verantwortung für das Kulturleben ihrer Region. Hierfür haben sie sich im Rahmen des TRAFO-Programms strukturell verändert und erproben neue Angebote, Vermittlungsformate und Beteiligungsmöglichkeiten. Für das Programm stellt die Kulturstiftung des Bundes insgesamt 13,5 Mio. Euro bereit. Die beteiligten Ministerien, Landkreise und Kommunen kofinanzieren die Transformationsprojekte mit zehn Prozent und stellen Mitarbeiter der Kommunal-oder Kreisverwaltung für die Mitarbeit in den Projekten frei.

Hintergrund

Das Programm TRAFO reagiert auf die umfassenden Veränderungen vieler kleinerer Städte und ländlicher Regionen in Deutschland: Der Strukturwandel in Industrie und Wirtschaft lässt Arbeitsplätze wegbrechen. In kleineren Städten und ländlichen Räumen gibt es immer weniger Bewohner mit einem immer höheren Durchschnittsalter. Die Steuereinnahmen sinken. Kultureinrichtungen wie Theater, Bibliotheken oder Museen stehen bei Sparzwängen häufig zuerst zur Disposition. Während sich die Kulturinstitutionen in den Großstädten seit einigen Jahren mit den Veränderungen der Stadtgesellschaft beschäftigen, stehen die Einrichtungen in kleineren Städten und im ländlichen Raum vor grundsätzlichen Fragen: Wie können wir unsere Kulturangebote an die geänderten Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort anpassen? Welche neuen Aufgaben müssen wir übernehmen, wie müssen wir unsere Strukturen verändern? Und mit wem sollten wir in Zukunft zusammenarbeiten?

Modelle für den Wandel

Gerade in dünnbesiedelten Gebieten gilt es, Kulturangebote für eine ganze Region neu zu denken. Im Rahmen des TRAFO-Programms werden daher zum einen Modelle erprobt, die zeigen, wie sich lebendige Kultureinrichtungen in ländlichen Räumen und kleineren Kommunen als starke Akteure etablieren, die von der Bevölkerung der Kommune und Region genutzt werden. Dafür öffnen sie sich für neue Aufgaben und Kooperationen, um gemeinsam mit den Bürgern das Kulturangebot für die Zukunft zu entwickeln. Zum anderen erarbeiten Kultureinrichtungen mobile und partizipative Angebote für die umliegenden ländlichen Räume. Bei diesen Modellen geht es nicht darum, fertige Produktionen aufs Land zu tragen, sondern kulturelle Angebote gemeinsam mit den Menschen zu ihren lokalen Themen in der Fläche zu entwickeln und umzusetzen.  

Starke Allianzen zwischen Kultur und Politik

Um diese Neuerungen nachhaltig in der Gesellschaft zu verankern, ist ein weiterer Leitgedanke von TRAFO, starke Allianzen zu bilden, um gemeinsam mit Politik, Kulturakteuren und Verwaltungen ein gemeinsames Verständnis über die Zukunft der Kultureinrichtungen in der Region zu verhandeln und zu entwickeln. Denn nur wenn sich viele Verantwortliche darauf einigen, welchen Beitrag die Kultureinrichtungen für eine positive Weiterentwicklung ihrer Regionen leisten können, erfährt die freiwillige Leistung Kultur eine langfristige finanzielle Sicherung und eine breite Unterstützung.