Programm
30/11/2017
11. Dialogforum des Deutschen Kulturrats zum Thema „Provinziell? - Kulturelle Bildung im ländlichen Raum“

Am 30. November 2017 findet das 11. Dialogforum des Deutschen Kulturrats zum Thema „Provinziell? - Kulturelle Bildung im ländlichen Raum“ statt. Dr. Kenneth Anders, Leiter des TRAFO-Projekts „Oderbruch Museum Altranft - Werkstatt für ländliche Kultur“ nimmt an der Podiumsdiskussion teil.

10/11/2017
TRAFO beim KulturInvest-Kongress

Beim diesjährigen KulturInvest-Kongress in Berlin stellte TRAFO-Programmleiter Samo Darian gemeinsam mit dem Intendanten des Theater Lindenhof, Stefan Hallmayer, das TRAFO-Programm vor und diskutierte, welche Rolle der Kulturtourismus bei der Selbstbeschreibung ländlicher Regionen spielen kann.

09/11/2017
TRAFO sucht studentische Hilfskraft in Leipzig

Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ sucht schnellstmöglich eine Studentische Hilfskraft (m/w, Teilzeit) in Leipzig.

TRAFO - Modelle für Kultur im Wandel

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt in Regionen jenseits der Metropolen, in den Klein- und Mittelstädten. Für viele ist die Region der Bezugspunkt im Alltag, dort wird gearbeitet und gewohnt, dort sind die Schulen, Geschäfte, Krankenhäuser und Kulturorte.

Kulturorte in kleinen und mittleren Städten und in ländlichen Räumen sind wichtige Anlaufpunkte für die Menschen einer Region. Sie bieten Zugang zu kultureller Vielfalt und sind Orte für die Begegnung und den Austausch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Region. Kulturorte öffnen Möglichkeitsräume, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt erprobt und erfahren wird.  Dort wird die Zukunft der Gesellschaft verhandelt.

Aber nur wenn die Kulturorte bereit sind, sich weiterzuentwickeln, ihre Region in den Blick zu nehmen und sich für Beteiligung und vielfältige Kooperationen zu öffnen, behalten sie ihre Bedeutung als lebendige Kulturorte.

Modelle für den Wandel

Hier setzt das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ an. Denn viele kleinere Einrichtungen stehen vor der Fragen: Wie können wir unsere Kulturangebote an die geänderten Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort anpassen? Welche neuen Aufgaben müssen wir übernehmen, wie müssen wir unsere Strukturen verändern? Und mit wem sollten wir in Zukunft zusammenarbeiten?

Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, unterstützt von 2016 bis 2020 sechs modellhafte Transformationsvorhaben in den Regionen Oderbruch, Südniedersachsen, in der Saarpfalz und auf der Schwäbischen Alb, die exemplarisch für die Herausforderungen in ländlichen Räumen stehen. Beteiligt sind Theater, eine Stadtbibliothek, Regionalmuseen, Besucherbergwerke, ein Kulturzentrum, Musik- und Volkshochschulen sowie zwei Festivals. Die beteiligten lokalen und regionalen Kultureinrichtungen übernehmen verstärkt Verantwortung für das Kulturleben ihrer Region. Hierfür haben sie sich im Rahmen des TRAFO-Programms strukturell verändert und erproben neue Angebote, Vermittlungsformate und Beteiligungsmöglichkeiten.

Denn gerade in dünnbesiedelten Gebieten gilt es, Kulturangebote für eine ganze Region neu zu denken. Im Rahmen des TRAFO-Programms werden daher zum einen Modelle erprobt, die zeigen, wie sich lebendige Kultureinrichtungen in ländlichen Räumen und kleineren Kommunen als starke Akteure etablieren, die von der Bevölkerung genutzt werden. Dafür öffnen sie sich für neue Aufgaben und Kooperationen, um gemeinsam mit den Bürger/innen das Kulturangebot für die Zukunft zu entwickeln. Zum anderen erarbeiten Kultureinrichtungen mobile und partizipative Angebote für die umliegenden ländlichen Räume. Bei diesen Modellen geht es nicht darum, fertige Produktionen aufs Land zu tragen, sondern kulturelle Angebote gemeinsam mit den Menschen zu ihren lokalen Themen in der Fläche zu entwickeln und umzusetzen.  

Starke Allianzen zwischen Kultur und Politik

Um diese Neuerungen nachhaltig in der Gesellschaft zu verankern, ist ein weiterer Leitgedanke von TRAFO, starke Allianzen zu bilden, um gemeinsam mit Politik, Kulturakteuren und Verwaltungen ein gemeinsames Verständnis über die Zukunft der Kultureinrichtungen in der Region zu verhandeln und zu entwickeln. Denn nur wenn sich viele Verantwortliche darauf einigen, welchen Beitrag die Kultureinrichtungen für eine positive Weiterentwicklung ihrer Regionen leisten können, erfährt die freiwillige Leistung Kultur eine langfristige finanzielle Sicherung und eine breite Unterstützung.

Für das Programm stellt die Kulturstiftung des Bundes insgesamt 13,5 Mio. Euro bereit. Die beteiligten Ministerien, Landkreise und Kommunen kofinanzieren die Transformationsprojekte mit zehn Prozent und stellen Mitarbeiter der Kommunal-oder Kreisverwaltung für die Mitarbeit in den Projekten frei.