Programm
16/02/2018
Kulturpolitisches Kolloquium „Ein schöner Land“ der Evangelischen Akademie Loccum mit TRAFO-Beteiligung

Vom 16. bis 18. Februar 2018 findet in der Evangelischen Akademie Loccum ein Kulturpolitisches Kolloquium statt, bei dem es um die Aufgabe von Kulturpolitik und Kulturarbeit im Strukturwandel ländlicher Räume geht. Samo Darian, Leiter des Programms „Trafo – Modelle für Kultur im Wandel“, leitet eine Arbeitsgruppe, in der er TRAFO vorstellt und in der es darum geht, wie Kultur auf dem Land Kulturorte entwickeln und Infrastruktur schaffen kann.

12/01/2018
TRAFO auf der Sitzung der brandenburgischen Enquete-Kommission zur „Zukunft der ländlichen Regionen"

Am Freitag den 12. Januar 2018 tagte die Enquete-Kommission zur „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ des Landtags Brandenburg in Temmen-Ringenwalde. Harriet Völker, Programmreferentin bei TRAFO, stellte den Mitgliedern der Kommission das TRAFO-Programm vor.

12/12/2017
TRAFO 2: Ausweitung des Modellprogramms „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel"

Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes hat in seiner Sitzung am 8.12.2017 beschlossen, das Modellprogramm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ auf weitere Regionen auszudehnen. Für die Ausweitung des TRAFO-Programms stellt die Kulturstiftung des Bundes von 2018 bis 2024 zusätzlich bis zu 9,3 Mio. Euro bereit.

TRAFO - Modelle für Kultur im Wandel

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt in Regionen jenseits der Metropolen, in den Klein- und Mittelstädten. Für viele ist die Region der Bezugspunkt im Alltag, dort wird gearbeitet und gewohnt, dort sind die Schulen, Geschäfte, Krankenhäuser und Kulturorte.

Kulturorte in kleinen und mittleren Städten und in ländlichen Räumen sind wichtige Anlaufpunkte für die Menschen einer Region. Sie bieten Zugang zu kultureller Vielfalt und sind Orte für die Begegnung und den Austausch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Region. Kulturorte öffnen Möglichkeitsräume, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt erprobt und erfahren wird.  Dort wird die Zukunft der Gesellschaft verhandelt.

Aber nur wenn die Kulturorte bereit sind, sich weiterzuentwickeln, ihre Region in den Blick zu nehmen und sich für Beteiligung und vielfältige Kooperationen zu öffnen, behalten sie ihre Bedeutung als lebendige Kulturorte.

Modelle für den Wandel

Hier setzt das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ an. Denn viele kleinere Einrichtungen stehen vor der Fragen: Wie können wir unsere Kulturangebote an die geänderten Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort anpassen? Welche neuen Aufgaben müssen wir übernehmen, wie müssen wir unsere Strukturen verändern? Und mit wem sollten wir in Zukunft zusammenarbeiten?

Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, unterstützt von bisher sechs modellhafte Transformationsvorhaben in den Regionen Oderbruch, Südniedersachsen, in der Saarpfalz und auf der Schwäbischen Alb, die exemplarisch für die Herausforderungen in ländlichen Räumen stehen. Beteiligt sind Theater, eine Stadtbibliothek, Regionalmuseen, Besucherbergwerke, ein Kulturzentrum, Musik- und Volkshochschulen sowie zwei Festivals. Ab 2018 kommen neue Regionen hinzu.

Denn gerade in dünnbesiedelten Gebieten gilt es, Kulturangebote für eine ganze Region neu zu denken. Im Rahmen des TRAFO-Programms werden daher zum einen Modelle erprobt, die zeigen, wie sich lebendige Kultureinrichtungen in ländlichen Räumen und kleineren Kommunen als starke Akteure etablieren, die von der Bevölkerung genutzt werden. Dafür öffnen sie sich für neue Aufgaben und Kooperationen, um gemeinsam mit den Bürger/innen das Kulturangebot für die Zukunft zu entwickeln. Zum anderen erarbeiten Kultureinrichtungen mobile und partizipative Angebote für die umliegenden ländlichen Räume. Bei diesen Modellen geht es nicht darum, fertige Produktionen aufs Land zu tragen, sondern kulturelle Angebote gemeinsam mit den Menschen zu ihren lokalen Themen in der Fläche zu entwickeln und umzusetzen.  

Starke Allianzen zwischen Kultur und Politik

Um diese Neuerungen nachhaltig in der Gesellschaft zu verankern, ist ein weiterer Leitgedanke von TRAFO, starke Allianzen zu bilden, um gemeinsam mit Politik, Kulturakteuren und Verwaltungen ein gemeinsames Verständnis über die Zukunft der Kultureinrichtungen in der Region zu verhandeln und zu entwickeln. Denn nur wenn sich viele Verantwortliche darauf einigen, welchen Beitrag die Kultureinrichtungen für eine positive Weiterentwicklung ihrer Regionen leisten können, erfährt die freiwillige Leistung Kultur eine langfristige finanzielle Sicherung und eine breite Unterstützung.

Für das Programm stellt die Kulturstiftung des Bundes von 2015 bis 2024 insgesamt 22,8 Mio. Euro bereit. Die beteiligten Ministerien, Landkreise und Kommunen kofinanzieren die Transformationsprojekte und stellen Mitarbeiter der Kommunal-oder Kreisverwaltung für die Mitarbeit in den Projekten frei.